Der Alltag kann sich manchmal überfordernd anfühlen: Gedanken kreisen, selbst kleine Aufgaben werden zur Kraftprobe, oder Gefühle überfluten einen und lassen sich nur schwer halten. Wer mit einer Depression lebt, kennt solche Phasen. Viele wünschen sich dann einen Weg, ihr inneres Gleichgewicht selbst aktiv beeinflussen zu können.
Genau hier setzt ein neues Angebot des Sozialpsychiatrischen Dienstes der Caritas Kelheim an: Ab Donnerstag, 20. August 2026, findet ein vierteiliger Herzkohärenz-Workshop statt. Er richtet sich an Menschen, die mit depressiven Symptomen leben und eine einfache, alltagstaugliche Methode kennenlernen möchten, um sich in belastenden Momenten selbst zu stabilisieren.
Der Atem als Schlüssel zur inneren Balance
Im Mittelpunkt des Trainings steht der Atem - er begleitet uns in jedem Moment und lässt sich bewusst nutzen, um den eigenen inneren Zustand behutsam zu verändern: hin zu mehr Kohärenz, einem Zustand, in dem Herzrhythmus, Atmung und Nervensystem wieder harmonischer zusammenwirken. Diese Kohärenz ist keine bloße Wohlfühl-Idee, sondern lässt sich messbar nachweisen - spürbar etwa durch mehr emotionale Stabilität und einen klareren Kopf.
In Theorie und Praxis erfahren die Teilnehmenden, wie ein langsames, gleichmäßiges Atmen dabei helfen kann, Herzrhythmus und Nervensystem in Einklang zu bringen und so neue innere Stabilität aufzubauen. Der erste Termin führt in das Thema ein: Was bedeutet Herzkohärenz, und welche Rolle spielt sie für unser Wohlbefinden? Die Teilnehmenden beobachten zunächst ihren eigenen Atem und lernen, ihn bewusst zu verändern. In den folgenden drei Terminen wird die Methode Schritt für Schritt vertieft. So entsteht Raum, die Übungen gemeinsam auszuprobieren, Erfahrungen auszutauschen und sich gegenseitig zu bestärken.
Das Besondere: Die Methode ist leicht erlernbar und lässt sich unkompliziert in den Alltag integrieren - etwa in belastenden Momenten, vor schwierigen Gesprächen oder als kleine, regelmäßige Pause für sich selbst.
Ein Herzkohärenztraining ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Es kann jedoch eine wertvolle Ergänzung sein, um die eigene Selbstregulation zu stärken und im Alltag mehr Stabilität zu gewinnen.
Interessierte können sich beim Sozialpsychiatrischen Dienst der Caritas Kelheim melden:
Telefon: 09441/5007-26 E-Mail: spdi@caritas-kelheim.de