Hintergrundinfos zur Aktionswoche
Unter der zentralen Fragestellung "Entdecke, wie viel mehr in dir steckt - mit weniger oder ganz ohne Alkohol" stellt die Aktionswoche Alkohol, die vom 13. - 21. Juni stattfand, die Auswirkungen des Alkoholkonsums in den Fokus. Denn: Laut der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen trinkt jeder Deutsche pro Jahr fast eine Badewanne voll alkoholischer Getränke.
Ziel der bundesweiten Aktionswoche Alkohol ist es, eine breite Öffentlichkeit über die Risiken des Alkoholkonsums zu informieren und möglichst viele Menschen zum Nachdenken über ihren eigenen Umgang mit Alkohol anzuregen.
Die Caritas Suchthilfe war hierbei on Tour! Der Caritas Suchthilfeverbund Ostbayern (alle elf Fachambulanzen, die Fachklinik Haselbach und Start des Caritasverbandes Regensburg) hat sich entschlossen mit einer gemeinsamen, abgestimmten Aktion sich zu beteiligen. An diesem Tag konnten sich Betroffene, deren Angehörige und Interessierte kostenlos zum Thema informieren.
Alle Einrichtungen haben lebensgroße Pappaufsteller mit Informationen zum Alkoholkonsum gestaltet. Themen waren unter anderem Alkohol und Schwangerschaft, Alkohol und Verkehr, Alkohol und Arbeit, Alkohol und Familie, Alkohol und Herz-Kreislauf-System, Auswirkungen auf Immunsystem und Lunge, Tipps für einen bewussten Umgang mit Alkohol, Hilfe und Unterstützung und viele mehr.
Aktionsstandort war auch in Kelheim
In Deutschland haben knapp 11 % der Menschen einen riskanten Alkoholkonsum. Das bedeutet, dass sie regelmäßig Mengen an Alkohol trinken, die mit einem erhöhten Risiko für gesundheitliche Schäden verbunden sind - auch wenn noch keine Abhängigkeit vorliegt. Von riskantem Alkoholkonsum spricht man, wenn die konsumierte Alkoholmenge langfristig die Wahrscheinlichkeit für körperliche, psychische oder soziale Folgen erhöht. Dazu gehören beispielsweise Erkrankungen der Leber, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme oder ein erhöhtes Risiko für Unfälle. Riskanter Konsum bedeutet also nicht automatisch Alkoholabhängigkeit, kann aber ein wichtiger Vorläufer dafür sein. Deshalb gilt es als wichtig, den eigenen Alkoholkonsum regelmäßig zu reflektieren und auf empfohlene Grenzwerte zu achten.
Ein aufmerksamkeitsstarker Bestandteil der Aktion in Kelheim waren lebensgroße Pappaufsteller, an denen kaum jemand vorbeiging, ohne zumindest einen kurzen Blick darauf zu werfen. Die Mitarbeiterinnen der Fachambulanz für Suchtprobleme sowie der Jugendsuchtberatungsstelle retox des Caritasverbandes Kelheim e. V. nutzten die Gelegenheit, um mit Passantinnen und Passanten ins Gespräch zu kommen und zahlreiche Interessierte in der Kelheimer Innenstadt zu erreichen. Die offene Ansprache schuf Raum für Information, Austausch und persönliche Fragen rund um das Thema Alkoholkonsum.
Für weitere Informationen steht Ihnen die Caritas Fachambulanz für Suchtprobleme in Kelheim unter 09441 5007 42 zur Verfügung.