Saubere Kleidung einwerfen, Gutes tun und Platz im Schrank schaffen - das ist der ursprüngliche Gedanke hinter den Altkleidercontainern, die der Caritasverband Kelheim im gesamten Landkreis bereitstellt. Doch dieses wichtige Angebot gerät zunehmend unter Druck. Wie drastisch die Situation mancherorts ist, zeigt sich nun in Neustadt an der Donau: In der Donaustraße mussten drei viel genutzte Container schweren Herzens dauerhaft abgezogen werden. Der Grund dafür ist eine anhaltende, rücksichtslose Vermüllung des Standorts sowie die fortlaufende, unsachgemäße Benutzung durch Unbekannte.
"Wir bedauern diesen drastischen Schritt und Wegfall dieses sehr beliebten Angebots außerordentlich", betont Neustadts Bürgermeister Thomas Memmel. "Der Standort wurde von den Bürgerinnen und Bürgern intensiv genutzt, aber die Tragweite der Müllablagerungen rund um die Sammelboxen war schlicht nicht mehr tragbar."
Um den Bürgerinnen und Bürgern dennoch eine weitere Abgabemöglichkeit vor Ort zu bieten, wird derzeit bereits intensiv nach geeigneten Alternativlösungen rund um den ehemaligen Standort gesucht.
Das gehört in den Container - und das nicht
Der Vorfall in Neustadt ist leider kein Einzelfall, verdeutlicht jedoch ein wachsendes Problem. Insgesamt stellt der Caritasverband Kelheim rund 70 Altkleidercontainer im gesamten Landkreis zur Verfügung. Damit dieses System funktioniert, bittet die Caritas Kelheim dringend um die Einhaltung der Einwurf-Regeln:
- In den Container gehören: Gut erhaltene und saubere Kleidung, Decken, Kopfkissen sowie paarweise gebündelte Schuhe.
- In den Hausmüll gehören: Stark beschmutzte, nasse oder zerschlissene Textilien. Diese müssen zwingend über die private Restmülltonne entsorgt werden.
Dringender Appell an die Bevölkerung
Die Caritas Kelheim richtet daher einen dringenden Aufruf an die Gesellschaft, die Containerstandorte mit Respekt zu behandeln und die richtige Entsorgungsweise strikt zu beachten. "Nur so können wir den Herausforderungen des Altkleidermarktes überhaupt noch Herr werden", heißt es von Seiten des Verbandes.
Das Abstellen von Müllsäcken vor den Containern, offener Vandalismus, Diebstahl oder die Entsorgung von Fremdmüll führen nicht nur zu großem Ärger bei Anwohnern und Kommunen. Sie verursachen auch massive wirtschaftliche Probleme bei den angeschlossenen Kleidungsverwertungsfirmen. Diese bleiben letztlich auf den enormen Kosten für die Sortierung und Entsorgung des illegalen Mülls sitzen. Ein sauberer Umgang mit den verbleibenden Altkleidercontainern im Landkreis sichert somit direkt den Fortbestand dieser wichtigen sozialen und ökologischen Dienstleistung.