Caritas-Jugendhaus Holledau

Junge Flüchtlinge aus dem Caritas-Jugendhaus Holledau.

Die Jugendlichen wohnen im Caritas-Jugendhaus Holledau und bedürfen einer Ganztagesbetreuung durch pädagogische Fachkräfte. Das Personal um den Jugendhaus-Leiter Michael Pflügl betreut die jungen Iraker, Afghanen und Syrer und hilft zum Beispiel bei Fragen des Aufenthaltes, der Ausbildung, Freizeitgestaltung, Zusammenarbeit mit den Vormündern und bei vielen anderen alltäglichen Situationen. Ziel ist es, die Jugendlichen auf ein selbstständiges Leben in Deutschland vorzubereiten und hinsichtlich der europäischen Kultur zu sensibilisieren. Ein spezielles Thema sind immer wieder die traumatischen Erlebnisse von Krieg und Flucht. Nach und nach entspannen sich die, aber die ständige Durchreise und die Unterbringung auf kleinstem Raum mit anderen Flüchtlingen, haben die körperliche sowie seelische Verletzung vorerst nicht gezeigt. Die Ruhe, die jetzt ihren Alltag beherrscht, bringt viele Beschwerden ans Licht, die sich in den letzten Wochen angestaut haben - physisch wie psychisch. Das Caritas-Jugendhaus Holledau bietet deswegen viel Platz, Entspannung und Freizeit und ermöglicht so ein harmonisches Miteinander.

 

Mittlerweile konnten sowohl durch eine gut funktionierende Netzwerkarbeit in der Kommune, als auch durch die Motivation der jungen Flüchtlinge, für fast alle Bewohner Ausbildungsplätze und Beschäftigungsverhältnissen in der Hallertau vermittelt werden. Eine Folge dieser herausragenden - auch pädagogischen - Arbeit im Jugendaus Holledau war das zunehmende Selbstständigwerden und der Auszug der jungen Männer in eigene Wohnungen, so dass nun Ende April nahezu alle unbegleiteten Minderjährigen eine neue Heimat in Mainburg und Umgebung finden konnten.