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Stand: 28.08.2017

Mutter-Kind-Kur

Mit Rat und Tat zur Seite

In wenigen Schritten zur Kur

87 Prozent der Mütter, die im Jahr 2015 an einer Kur teilnahmen, litten unter Erschöpfungszuständen, besagt eine Statistik des MGW.87 Prozent der Mütter, die im Jahr 2015 an einer Kur teilnahmen, litten unter Erschöpfungszuständen, besagt eine Statistik des MGW247411303, shutterstock.de/ESB Professional

Zum Jahresbeginn haben viele Mütter gute Vorsätze. Oft geht es um Entlastung und mehr Zeit für sich und die Familie. Diese Entlastung kann eine Mütter- oder Mutter-Kind-Kurmaßnahme schaffen. "Die Anforderungen an Mütter werden in unserer Gesellschaft immer höher", sagt Brigitte Weißmann, Leiterin der Familien- und Seniorenhilfe beim Diözesan-Caritasverband Regensburg und Geschäftsführerin der katholischen Arbeitsgemeinschaft (KAG) für Müttergenesung in Regensburg. "Das schadet in vielen Fällen ihrer Gesundheit." Weißmann und ihre Kolleginnen vermitteln Kuren in Kliniken des Müttergenesungswerks (MGW). Mütter, die noch in diesem Jahr eine Kurmaßnahme wahrnehmen möchten, sollten eine gewisse Vorlaufzeit berücksichtigen und bereits zu Jahresbeginn einen Kurantrag stellen.


In vielen Familien sind Mütter noch immer die Hauptverantwortlichen für Haushalt und Kindererziehung. Zudem sind aktuell vier von fünf Müttern berufstätig. Diese Mehrfachbeanspruchung, zusammen mit ständigem Erwartungsdruck, wird im Alltag für viele Mütter zur ernsthaften Belastung. 87 Prozent der Mütter, die im Jahr 2015 an einer Kur teilnahmen, litten unter Erschöpfungszuständen, besagt eine Statistik des MGW. Viele Frauen klagen über Kopf- und Rückenschmerzen, Müdigkeit und dünne Nerven. Aber auch Allergien können Zeichen für eine Überbelastung sein. "Eine Kurmaßnahme kann nachhaltig helfen", sagt Weißmann. Die Kurmaßnahme fange bereits in der Beratungsstelle an: Der erste Schritt zur Besserung sei, sich eine Überlastung einzugestehen. Die Beratungsstelle der Caritas begleitet die Betroffenen in sechs Schritten zur Mütter- oder Mutter-Kind-Kur: 


1. Kostenlose Beratung: Am Anfang steht ein Beratungsgespräch. Informationen und Beratung gibt es bei der Familien- und Seniorenhilfe der Caritas Regensburg.


2. Attest: In der Beratungsstelle erhalten Sie das Attest-Formular für die Kurmaßnahme.


3. Besuch bei Ärztin oder Arzt: Nun geht es zu einer Ärztin oder einem Arzt, wo die nötigen medizinischen Voraussetzungen der Mutter - und gegebenenfalls auch ihrer Kinder - für die Kur detailliert attestiert werden.


4. Antrag vorbereiten: Zurück in der Beratungsstelle werden wichtige Details geklärt - zum Beispiel, ob die Mutter allein oder gemeinsam mit ihren Kindern in die Maßnahme fährt. Die Beratungsstelle kann auch prüfen, ob bei finanziellen Schwierigkeiten mit Spendengeld des MGW geholfen werden kann. 


5. Geeignete Klinik finden: Die Beratungsstelle im MGW hilft auch bei der Wahl der richtigen Klinik und bei der Ausübung des Wunsch- und Wahlrechtes, das Sie unbedingt nutzen sollten. 


6. Antrag zur Krankenkasse: Der Kurantrag geht an die Krankenkasse. Diese entscheidet über die Bewilligung. Falls die Kasse den Antrag ablehnt, unterstützt die Beratungsstelle auch beim Widerspruch.


Aber auch nach der Kurmaßnahme geht die Unterstützung für Mütter im MGW weiter. Nachsorgeangebote in der Beratungsstelle können helfen, den Kurerfolg nachhaltig zu sichern. Weitere Informationen und Kontakt über Caritas Regensburg, Familien- und Seniorenhilfe, Von-der-Tann-Straße 13, Telefon (0941) 502 11 26 oder bei allen Kreis-Caritasverbänden. 


Weiterführende Informationen 

Online-Kurtest:
Auf der Website des MGW (www.muettergenesungswerk.de) können Frauen einen Online-Kurtest machen, der zeigt, ob eine Kurmaßnahme in Frage kommen kann.

Kur für Väter und pflegende Angehörige:
Die Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk (MGW) wurde 1950 von Elly Heuss-Knapp, der Frau des ersten Bundespräsidenten, gegründet. Ziel der gemeinnützigen Stiftung ist die Gesundheit von Müttern. Inzwischen wurde die Arbeit des MGW mit der "Zustiftung Sorgearbeit" auf Väter und pflegende Angehörige ausgeweitet.