URL: www.caritas-kelheim.de/aktuelles/presse/im-alter-nicht-ins-heim-muessen-cdeb8719-3354-4ab6-a672-cd10be0aab7b
Stand: 13.02.2019

Ambulante Pflege

Selbstbestimmt zu Hause

Im Alter nicht ins Heim müssen

Für Patienten in der Ambulanten Pflege sind die Caritas-Mitarbeiter Hilfe und Freude zugleich.Für Patienten in der Ambulanten Pflege sind die Caritas-Mitarbeiter Hilfe und Freude zugleich.FredFroese_ID 693238050, iStock

Zu Hause ist es am Schönsten. Das wird einem vor allem dann bewusst, wenn man wegen Urlaub oder Geschäftsreise lange unterwegs war und endlich wieder im eigenen Badezimmer duschen und Bett schlafen darf. All die aufbauenden Annehmlichkeiten in den eigenen vier Wänden, welche vielleicht über Jahrzehnte unser Leben mitbestimmt haben, sind deswegen ungern auf Dauer aufzugeben. Ältere oder kranke Menschen haben oft keine andere Wahl, als ihr Zuhause zu verlassen, wenn sie zum Pflegefall werden. Gut ist es dann zu wissen, wenn es flächendeckend in der Region einen Ambulanten Pflegedienst gibt, der das Leben zu Hause weiterhin möglich macht - mit oder ohne Angehörige. Mit ihren fünf Sozialstationen in Abensberg, Bad Abbach, Kelheim, Mainburg und Riedenburg macht die Caritas im Landkreis Kelheim den Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben lange Zeit realisierbar. 

Dass die Pflegemitarbeiter, wenn sie in der privaten Wohnung oder im Haus tätig sind, sich in einem sehr intimen und persönlichen Raum aufhalten, wissen die Fach- und Hilfskräfte. Deswegen wahren sie bei ihrer Arbeit so gut es geht die Privatsphäre, sind rücksichtsvoll, engagiert und sorgen auch für Unterhaltung und Freude im Alltag. Das hat ganz besonders die Familie um Edith Gsottberger erlebt, deren Eltern beide von der Caritas-Sozialstation Bad Abbach gepflegt wurden. Die Eltern von Gsottberger wussten, dass sie krank sind und Hilfe brauchen - die Besuche und den Eingriff in ihr Privatestes empfanden sie nicht als unangenehm. Im Gegenteil, die Caritas-Mitarbeiter wurden stets freundlich aufgenommen. Der Umzug in ein Seniorenheim kam gar nicht in Frage, beschlossen Edith Gsottberger und ihre fünf Geschwister. Die Brüder und Schwestern haben sich organisiert und gemeinsam mit Caritas sowie Ärzten hat es geklappt. 

Die Caritas-Pfleger arbeiten nah mit Ärzten zusammen und helfen dabei zu Hause.Die Caritas-Pfleger arbeiten nah mit Ärzten zusammen und helfen dabei zu Hause.FredFroese_ID 693238050, iStock

Oberste Prämisse ist beim Beruf mit Kranken und Alten die Verlässlichkeit, denn die Menschen sind auf die Hilfe angewiesen. Das beginnt mit der Wundversorgung, der täglichen Pflege oder dem Auffüllen der Pillendöschen, und endet mit dem Anziehen der Kompressionsstrümpfe und einem Plausch. Ohne diese kleinen und großen Hilfen müssten viele Senioren und erkrankte Menschen ins Pflegeheim. Ein gewisses Maß an Eigeninitiative ist aber willkommen. Gsottbergers Vater etwa nahm seine routinemäßige Bartrasur wie auch das Zähneputzen buchstäblich selbst in die Hand. Gut erinnert sich die Tochter an die Kompetenz der Bad Abbacher Pflegedienstleitung Olga Rauser, die in Zusammenarbeit mit den Ärzten ihrem Vater eine Beinamputation ersparte. Denn eine Zehe wurde bereits abgenommen, die Ferse war offen. Regelmäßig wurden Bilder von der Wunde gemacht, um alle Pflegekräfte über die Heilung oder Entzündungen gleichmäßig zu informieren. Diese mediale Vorgehensweise durch die Fotoaufnahmen wurde von Edith Gsottberger als sehr hilfreich empfunden. 

Die Ankunft des Pflegers ist ein bedeutender Teil des Alltags vieler Pflegebedürftiger. Sie sehnen die kurze, aber nette Abwechslung herbei. Das kann auch Familie Gsottberger nur bestätigen: "Da waren alle wirklich so herzlich, dass sich meine Eltern täglich gefreut haben." Und auch über die Hauswirtschafts- und Reinigungskräfte gab es nur Gutes zu sagen: "Die haben schon fast irgendwie dazugehört." Denn neben der Hilfe und Unterstützung erhalten sie Unterhaltung und Zuwendung. So ist es nicht verwunderlich, wenn die Pflegemitarbeiter der Caritas ihre Patienten umarmen und herzen, dabei auch mal ein "das wird schon wieder" lächelnd aus ihren Mündern gleiten lassen. Edith Gsottberger weiß eines ganz gewiss: "Wenn ich wieder einen (Anmerkung der Redaktion: Pflegebedürftigen) hätte, dann wieder Caritas. Eine bessere Betreuung könnte man sich nicht wünschen." Viele der Patienten genießen aber auch die Ruhe, die sie zu Hause haben können und im Heim vielleicht nicht finden. Abwechslung erhalten Sie dann beim Lesen, Schreiben, Musikhören, Fernsehsehen oder stillschweigend den Singvögeln zuhörend auf dem Balkon - ein ganz normaler Alltag im Ruhestand eben. Mit ein wenig Unterstützung von der Kelheimer Caritas. 

Beratung zu einem Pflegeplatz und Anmeldung über: 
Abensberg: 09443/918 42 20
Bad Abbach. 09405/960 55
Kelheim: 09441/50 07 33
Mainburg: 08751/845 59 99
Riedenburg: 09442/900 90