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Stand: 28.08.2017

Netzwerk Demenz

LEADER-Projekt

Entlastung bei der Betreuung demenzkranker Menschen

(von links) Barbara Ritter, Elisabeth Schröppl, Klaus Amann, Stephanie Wöhrl, Lucia Prenninger, Viola Keil, Martin Neumeyer, Agnes Stiglmaier und Hubert König.(von links) Barbara Ritter, Elisabeth Schröppl, Klaus Amann, Stephanie Wöhrl, Lucia Prenninger, Viola Keil, Martin Neumeyer, Agnes Stiglmaier und Hubert König.Caritas Kelheim

Im Juli trafen sich der Vorsitzende der LEADER-Aktionsgruppe, Landrat Martin Neumeyer, Geschäftsführer der Caritas Kelheim, Hubert König, Klaus Amann von der LEADER-Geschäftsstelle Kelheim, Agnes Stiglmaier von der LEADER-Förderstelle Ingolstadt, Stephanie Wöhrl, Koordinatorin des LEADER-geförderten "Netzwerk Demenz" und die Schwestern der Caritas-Sozialstationen, die in der Betreuung demenzkranker Menschen tätig sind. Zum Termin wurde über die aktuelle Situation des "Netzwerk Demenz" im Landkreis Kelheim informiert, das im März 2016 startete.


Hubert König begrüßte die Teilnehmer und gab einen kurzen Einblick in die Pflegelandschaft und vermittelte einen Eindruck darüber, wie wichtig das Projekt für erkrankte Menschen im Landkreis Kelheim ist. Auch Landrat Martin Neumeyer stellte die besondere Bedeutung für die Unterstützung demenzkranker Menschen und auch die Aufklärung über die Erkrankung sowie das Entgegenwirken der Stigmatisierung Erkrankter heraus. Agnes Stiglmaier gab den Teilnehmern Einblick in die Landschaft der Förderungsvergabe und betonte, dass auch für sie die Hilfe demenzkranker Menschen und deren Angehöriger eine zentrale Bedeutung hat. 


Projektkoordinatorin Stephanie Wöhrl vom "Netzwerk Demenz" informierte über die konkrete Umsetzung von der Projektidee bis zum heutigen Zeitpunkt. Projektziel ist es, mit dem "Netzwerk Demenz" eine neue Organisationsstruktur zur verbesserten Betreuung von betroffenen Personen im Landkreis Kelheim aufzubauen. Insbesondere sollen dabei geeignete Betreuungsformen für demenzkranke Menschen entwickelt sowie nach und nach etabliert werden. Dabei sollen pflegenden Angehörigen Wahlmöglichkeiten zur Betreuung gegeben werden. Durch die Entlastung in der Betreuungsform bleiben sie länger pflegefähig, bekommen die notwendige Unterstützung und einer psychischen Belastungsstörung wird präventiv entgegengewirkt. Demenzkranke Menschen sollen durch die verschiedenen Betreuungsformen weiter am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.


Um dieses Vorhaben realisieren zu können, wurde über das LEADER-Förderprogramm eine Projektkoordinatorin für das Netzwerk Demenz eingestellt. Die Aufgabe der Koordinatorin Stephanie Wöhrl besteht darin, dass an jeder Sozialstation der Caritas im Landkreis Kelheim ein Betreuungsangebot für an Demenz erkrankte Menschen aufgebaut wird. Hier war bereits im Vorfeld klar, dass mehr personelle Unterstützung notwendig ist: Die Idee der Betreuungsschwestern war geboren. Die Aufgabe der Betreuungsschwestern ist es, eine Betreuungsgruppe an der jeweiligen Sozialstation einmal pro Woche durchzuführen, Ehrenamtliche in den häuslichen Bereichen der Erkrankten zur Betreuung einzusetzen und diese auch beim Erstbesuch in der Familie zu begleiten. 


Das im März 2016 begonnene Projekt kann mittlerweile mit Betreuungsgruppen - das "Cafe Memory" - an vier Standorten im Landkreis aufwarten. Das Betreuungs-Café gibt es in Abensberg, Bad Abbach, Mainburg und Kelheim. Parallele Gesprächskreise finden einmal monatlich statt, in Bad Abbach wird der Gesprächskreis im Laufe dieses Jahres aufgebaut. Auch ehrenamtlich ausgebildete Laienhelfer gibt es in den Bereichen, die pflegende Angehörige einmal pro Woche für etwa zwei Stunden in der häuslichen Umgebung entlasten. Weiterhin ist es wichtig, den ehrenamtlichen Kreis auszubauen. Auch in diesem Jahr findet wieder eine Schulung für ehrenamtliche Interessierte an fünf Tagen von 9 bis 16 Uhr in Abensberg statt, Beginn ist der 28. November.


Die Gruppen werden von Barbara Ritter in Abensberg, von Elisabeth Schröppl in Bad Abbach, von Lucia Prenninger in Mainburg sowie von Viola Keil in Kelheim geleitet und betreut. Im Gespräch mit den Beteiligten wurden die Freude und das Engagement deutlich, mit dem die Betreuungsschwestern die Fürsorge der Erkrankten übernehmen. Elisabeth Schröppl schilderte eindrucksvoll, wie viel Spaß ihr diese Gruppe macht und wie viel auch zurückkommt. Für den restlichen Projektzeitraum bis März 2019 gilt es nun, ein Angebot in Riedenburg aufzubauen und weitere ehrenamtlich Tätige gewinnen und der Nachfrage gerecht werden zu können.


Sollten Sie Fragen zu einem der Angebote haben oder an einer ehrenamtlichen Tätigkeit in diesem Bereich interessiert sein, melden Sie sich bei der Koordinatorin des LEADER-Projektes "Netzwerk Demenz", Stephanie Wöhrl, unter 09443/918 42 25 oder über s.woehrl@caritas-kelheim.de.